Weinkellerei Rahm

Das Rebjahr

Rebjahr Winterlandschaft

Das Rebjahr

Die Reben verlangen eine intensive Pflege während des ganzen Jahres, damit die Trauben optimal heranwachsen und beste Voraussetzungen zur Geschmacksbildung erhalten. Man rechnet, dass je Hektar ca. 300 Stunden Rebarbeiten notwendig sind.

Januar/Februar: Reben schneiden

Im Januar werden die Reben geschnitten. Dies ist die anspruchsvollste und wichtigste Arbeit des ganzen Jahres. Das Schneiden reguliert den Ertrag und die Triebkraft des Stockes. Es müssen dazu bis zu 90% der Knospen abgeschnitten werden.

März/April: Bodenbearbeitung

Nach einigen warmen Tagen beginnt anfangs März die Rebe zu «weinen». An den Schnittstellen tritt Wasser aus, der Saft fliesst zurück in den Stock. Die Triebe sind nun geschmeidig und können nach unten gebogen und an die Drähte gebunden werden. Dadurch wird die Voraussetzung für ein gleichmässiges Wachstum der Triebe geschaffen.

Auch der Boden wird vom Winzer gepflegt, um günstige Voraussetzungen für das Gedeihen der Rebe zu schaffen. Dies beinhaltet neben der Regelung des Luft-, Humus-, Nährstoff- und Wasserhaushalts auch das Verhindern von Unkrautwachstum. Es werden Grasseinsaaten ausgesät, die wichtigen Bodelebewesen Lebensraum bieten und so die Weinberge vor Erosion schützen. Zusätzlich wirken diese Graseinsaaten wie ein Kissen und ermöglichen, dass der Weinberg zu jeder Zeit befahrbar ist.

Mai/Juni: Laubarbeiten

Zu dieser Jahreszeit entwickeln sich die Triebe, Blätter und Blüten schnell, die Reben sind jedoch noch anfällig auf Kälte. Der Winzer schützt die Reben wenn nötig mit Spezialöfen. Zudem achtet er darauf, dass die Blätter gut belichtet werden, damit sich in ihnen viel Traubenzucker bilden kann. Kümmer- und Doppeltriebe werden entfernt («läubeln»). Mit diesen Laubarbeiten reguliert der Winzer den Ertrag und den Stockaufbau. Trägt der Rebstock nämlich zu viele Triebe, werden dem Boden unnötig Nährstoffe entzogen, die Laubwand kann nach einem Niederschlag nicht richtig abtrocknen und die Eigenbeschattung ist zu gross (Pilzwachstum).

Juli/August: Schädlinge bekämpfen

Während des Ausreifens werden die Trauben oft von Pilzen und anderen Schädlingen befallen. Der Winzer muss die Reben deshalb mit Pflanzenschutzmitteln bespritzen (die biologischen Rebsorten in vermindertem Mass). Die Reben wachsen zu dieser Jahreszeit rasch. Überlange Schosse (die Äste der Rebe) und Triebe ohne Trauben werden zur besseren Durchlüftung abgeschnitten. Reben mit guter Belüftung leiden weniger an Schädlingsbefall und trockenen nach Niederschlägen schneller ab.

September/Oktober: Ernte

In den letzten Wochen vor der Ernte schützen einige Winzer ihre Trauben mit Schutznetzen oder anderen Abwehrmassnahmen gegen Vögel. Bei der Weinlese ist die Witterung für die Weinqualität mitbestimmend. Bei trockenem Wetter wird deshalb oft bis in die Nacht geerntet. Danach werden die Trauben im Keller sofort weiterverarbeitet, um negative Einflüsse zu verhindern.

Ende Oktober (mindestens 10 Tage nach offiziellem Lesebeginn) findet die Traubenlese statt, aus der die Spätlese-Weine entstehen.

November/Dezember: Pflege der Reben & Ernte der Eisweintrauben

In dieser Jahreszeit werden die Rebstöcke auf den Winter vorbereitet; der Winzer häuft am Fuss der Stöcke etwas Erde an, um die Veredlungsstelle vor Frost zu schützen. Er verteilt Kompost, Torf und Trester, um dem Boden die entzogenen Nährstoffe wieder zurückzugeben.

Die letzte Lese der so genannten Eisweintrauben kann erst nach mehreren Tagen mit Temperaturen unter -7°C und tiefer erfolgen. Die Trauben müssen im durchgefrorenen Zustand auf die Presse gelangen, um aus dem Presskonzentrat (hohe Oechsle-Grade) Eiswein herstellen zu können.

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